Am Volkstrauertag wurde im Burger Kino der 30 minütige Dokumentarfilm „Erfüllt ihr Vermächtnis“ von Regisseur Matthias Paeper gezeigt. Als Publikum waren wir tief bewegt von den Bildern und Zeugnissen der ArbeiterInnen in den ehemaligen Silva Munitionswerken im Genthin-Wald.
„Ich höre heute noch das Laufen der KZ-Mädchen in ihren Holzpantoffeln auf der Hauptstraße, denn ihr Weg führte immer um unser Lager herum zum ersten Eingang.“
Davon inspiriert und aufgrund der – auch in Schulen im Jerichower Land – wieder salonfähig gewordenen rechtsradikalen Handlungen und Propaganda organisieren verschiedene Akteur*innen am 10. Januar 2025 eine Veranstaltung zum Gedenken an die Strafarbeiterinnen aus dem KZ Ravensbrück an der Gedenkstätte im Genthin-Wald. Am 10. Januar jährt sich zum 83. Mal der Tag, an dem die damalige Regierung ein Gesetz erließ, das legitimierte, unzählige Frauen und Mädchen aus dem KZ Ravensbrück und dessen Außenlagern zur Strafarbeit in die Silva Munitionswerke zu entsenden und dort unter menschenunwürdigen Zuständen arbeiten zu lassen. Die meisten kamen dort zu Tode oder wurden zurück ins KZ Ravensbrück oder dessen Außenlager in den Tod geschickt.
Am vergangenen Freitag gedachten wir den hunderten Frauen aus dem KZ Ravensbrück, die im Zweiten Weltkrieg unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit in den Genthiner Silva-Werken gezwungen wurden. Gemeinsam mit Jugendlichen des @kijuz.burg, Vertreter:innen aus der Kommunalpolitik und weiteren engagierten Bürger:innen aus dem Jerichower Land und Stendal entzündeten wir Kerzen zum Gedenken der zu Tode gekommenen Zwangsarbeiterinnen und legten eine Schweigeminute ein. Es wurden Zeitzeugenberichte vorgetragen und anschließen brachen wir zu einem Gedenkmarsch entlang des ehemaligen KZ-Häftlingswegs, vom Lager zum ehemaligen Arbeitsplatz der Häftlinge und Zwangsarbeiterinnen, auf.






Fotos: Rebecca Krugel
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