Am 27. Januar gab es auch in Burg eine Veranstaltung anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages. In Deutschland ist dieses Datum ebenso der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, der an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 erinnert. So fanden sich am Abend interessierte Menschen im Evangelischen Gemeindehaus zu einem Bilder-Vortrag ein. Pfarrer in Ruhestand Joachim Gremmes brachte in Schlaglichtern die religiösen Traditionen des Judentums den Anwesenden näher. Ebenso zeigte er die letzten Zeugnisse des jüdischen Lebens in der Kreisstadt auf. Im letzten Teil des Vortrages stellte er die Personen vor, an die in Burg mit einem Stolperstein gedacht wird und von denen es fotografische Spuren gibt. Wenn man bedenkt, dass in Burg insgesamt 38 Steine an 15 Stellen verlegt wurde, ist die Zahl der Personen, von denen wir noch ein Bild haben, erschreckend überschaubar. Und deshalb ist es ein wichtiges Anliegen und auch die Aufgabe der kommenden Generationen an dieses dunkle Kapitel unsere Geschichte zu erinnern, denn „das Geheiminis der Erlösung heißt Erinnerung“.
Ein nächstes Gedenken wird es am 8. Mai geben. An diesem Datum soll dem Tag der Befreiung im Jahr 1945 gedacht werden. Daher werden die Evangelische Kirchengemeinde St. Nicolai und Unser Lieben Frau und das Burger Bündnis gegen Rechts – für Toleranz und Menschlichkeit eine besondere Andacht im Evangelischen Gemeindehaus, in Burg, gestalten. Die Initiatoren laden recht herzlich um 17 Uhr zu diesem circa 90-minütigen Gedenken in den Saal der Grünstraße 2 ein.

Keine Antworten bisher